Ava Mendoza © Jonathan Forsythe für Monheim Triennale
Photo: Ava Mendoza © Jonathan Forsythe für Monheim Triennale

Ava Mendoza (US)

Die in New York lebende Künstlerin Ava Mendoza blickt auf ihre Teilnahme an der Prequel-Ausgabe der Monheimer Triennale zurück und betont, dass sie das Gefühl hat, dass es sich „zur einen Hälfte um eine Residenz, zur anderen Hälfte um ein Festival“ gehandelt hat. „Wir Künstlerinnen und Künstler haben mehr Zeit zusammen verbracht und hatten so die Möglichkeit, uns besser kennen zu lernen. Es ist ein solcher Luxus, diese zusätzliche Zeit miteinander verbringen zu können.“

Während ihres Artist Talks erzählte Ava, dass die klassische Gitarre ihre erste Liebe in der High School war, aber erst als später – als Teenagerin – mit Blues Musik in Verbindung kam, fühlte sie, dass „der Übergang zum Schreiben meiner eigenen Musik begann und ich ab diesem Moment die Sologitarre auf meine eigene Art und Weise spielte.“
Blues war nicht das einzige Genre, das einen großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung von Ava Mendoza hatte. Sie verdankt dem Punk mindestens genauso viel, wenn nicht mehr. Vor allem SST Records, der Heimat von Bands wie Black Flag, Sonic Youth und die außergewöhnliche Hardcore-Gitarristin Sylvia Juncosa, waren von großer Bedeutung.

Wie viele andere hatte auch Ava mit der Pandemie zu kämpfen. Als Musikerin, die es gewohnt ist, ständig Aufnahmen zu machen und mit anderen Musikerinnen und Musikern aufzutreten, übt sie normalerweise ständig neue Musik ein – aber es gab immer ein Ventil für die Ergebnisse dieser Arbeit: die Auftritte! „Als dann also nichts dergleichen in Aussicht war und es nur noch darum ging, dass ich übe, was ich üben möchte, dachte ich: ‚Was ist das, woran ich arbeiten möchte, wenn die normalen Auftritte wegfallen? ‘ Das war interessant in Bezug auf meine eigene Stimme, an der ich arbeiten wollte. Darüber habe ich im letzten Jahr eine Menge gelernt.“

Ava nutzte die freie Zeit, um ihre Eltern in Los Angeles zu besuchen. Gleichermaßen um ihnen zu helfen und New York zu entfliehen: „Ich bin dorthin gefahren, um für sie einkaufen zu gehen und diejenige zu sein, die hauptsächlich das Haus verlässt, da beide Mitte 70 sind“, erinnert sie sich. „Apropos sich wie ein Teenager fühlen – im Gästezimmer sitzen und Geräusche auf Zimmerlautstärke auf der Gitarre zu machen...mein Eltern müssen gedacht haben: ‚Was macht sie da drin? Wird sie jemals wieder Geld verdienen? Was ist mit diesem Kind los?‘

Gott sei Dank haben wir in der jetzigen Zeit eine gewisse Perspektive und können wieder Pläne schmieden Auf die Frage, was sie sich für die Monheimer Triennale 2022 wünscht, kam Ava beim Artist Talk auf ihre Erfahrungen aus dem Prequel zurück: „Ich würde dafür stimmen, dass wir früher einsteigen, uns gegenseitig kennenlernen und proben und am Ende der Woche unsere Performances haben.“

Alle Zitate stammen aus dem Artist Talk mit Thomas Venker im Rahmen der Prequel-Ausgabe 2021.

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